Haus für Industriekultur

Das Druckmuseum- aktuell geschlossen-  befindet sich seit 1997 in dem ehemals „Haus für Industriekultur“ genannten Jugendstil-Gebäude in der Kirschenallee 88 in Darmstadt. 1905/06 entstand das Fabrikgebäude für den Hofmöbelfabrikanten Ludwig Alter nach Plänen des Architekten Karl Klee, damals noch mit der Adresse Kirschenallee 12. Der viergeschossige Betonskelettbau hat eine vorgehängte Klinkerfassade mit Brüstungsfeldern aus Beton mit Jugendstildekor.[1]

Wilhelm Leuschner arbeitete 1909 in der Fabrik als Holzbildhauer. Im Ersten Weltkrieg wurden in den Fabrikanlagen der Ludwig Alter Werke unter anderem Einrichtungen für Lazarette und Lazarettzüge, transportable Flugzeughallen und Fahrzeuge für Artillerie und Transportwesen hergestellt. Außerdem wurden in einer eigenen Abteilung Flugzeuge, hauptsächlich Doppeldecker-Maschinen, repariert und als Eigenkonstruktion der Jagdeinsitzer Alter A.1 entwickelt, der allerdings nicht zum Einsatz kam.[2] Nach Ende des Weltkriegs konzentrierte man sich wieder auf die Möbelproduktion, konnte aber nicht mehr an die Erfolge der Vorkriegszeit anknüpfen. 1921 firmierte der Betrieb in „Ludwig Alter A.G.“ um. Das Unternehmen musste 1929 die Liquidation einleiten und wurde schließlich 1936 liquidiert. 1937 erwarb die Adam Opel AG das Gebäude und nutzte es ab 1939 als Ersatzteil- und Auslieferungslager. 1958 ging es in das Eigentum der Donges Stahlbau GmbH über. Der Verein „Haus für Industriekultur e.V.“ kaufte es 1991 mit finanzieller Unterstützung der Stadt Darmstadt und des Landes Hessen. Das Haus wurde 2001 als Außenstelle vom Hessischen Landesmuseum Darmstadt übernommen, nachdem sich der bisherige Träger 1999 aufgelöst hatte.

Die Bestände des Museums, die der Verein 1986 übernommen hatte, stammen in wesentlichen Teilen von der bedeutenden Schriftgießerei D. Stempel AG, Frankfurt am Main, die 1985 ihren Betrieb einstellte.

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